Unternehmen und Organisationen ab 50 Besch\u00e4ftigte m\u00fcssen ein sicheres Hinweisgebersystem installieren und betreiben.
Im Dezember 2022 wurde der Entwurf f\u00fcr das Hinweisgeberschutzgesetz (HinSchG) im Bundestag verabschiedet.
Der Bundesrat hat dem Gesetz in seiner Sitzung am 10. Februar 2023 allerdings nicht zugestimmt.<\/p>
Nunmehr hat die Bundesregierung einen neuen Anlauf eingeleitet, das Hinweisgeberschutzgesetz zeitnah zu verabschieden.
Eine \u00fcberarbeitete Fassung des Hinweisgeberschutzgesetzes (HinSchG) wurde am 17.03.23, bereits in erster Lesung im Bundestag behandelt. Die jetzige Fassung bedarf nach Auffassung der Regierung nicht mehr der Zustimmung des Bundesrates, so dass mit einer zeitnahen Verabschiedung zu rechnen ist. Die zustimmungspflichtigen Teile (\u00c4nderung des Beamtenrechtes) sollen in einem \u201eErg\u00e4nzungsgesetz\u201c verabschiedet werden.<\/p>
Von besonderer Bedeutung f\u00fcr die Zeitplanung ist es, dass in dem jetzigen Entwurf die Frist f\u00fcr das Datum des \u201eInkrafttretens\u201c von drei Monate auf einen Monat nach der Verk\u00fcndung verk\u00fcrzt wurde.<\/p><\/div><\/div>"}},{"@type":"Question","name":"Wie sieht der Schutz f\u00fcr Whistleblower in der EU-Hinweisgeberrichtlinie und dem Hinweisgeberschutzgesetz aus?","acceptedAnswer":{"@type":"Answer","text":"
Die EU-Hinweisgeberrichtlinie und das Hinweisgeberschutzgesetz sehen vor, dass Hinweisgeber vor Vergeltungsma\u00dfnahmen, wie K\u00fcndigung, Diskriminierung oder Mobbing, gesch\u00fctzt werden. Zudem wird ein anonymer Meldekanal gew\u00e4hrleistet, der es Mitarbeitern erm\u00f6glicht, ohne Angst vor Repressalien auf Missst\u00e4nde und Verst\u00f6\u00dfe hinzuweisen. Unternehmen sind verpflichtet, den Schutz der pers\u00f6nlichen Daten von Hinweisgebern zu gew\u00e4hrleisten, und im Einklang mit der DSGVO zu handeln.<\/p>"}},{"@type":"Question","name":"Welche Vorteile bietet die Einf\u00fchrung eines Meldesystems im Rahmen des Hinweisgeberschutzgesetzes f\u00fcr Unternehmen?","acceptedAnswer":{"@type":"Answer","text":"
Die Einf\u00fchrung eines Meldesystems im Rahmen des Hinweisgeberschutzgesetzes bietet Unternehmen eine Reihe von Vorteilen. Zum einen dient es als Fr\u00fchwarnsystem, das es erm\u00f6glicht, rechtzeitig auf Probleme und potenzielle Verst\u00f6\u00dfe gegen Richtlinien und Gesetze zu reagieren. Durch die proaktive Aufdeckung von Fehlverhalten k\u00f6nnen Unternehmen rechtliche Konsequenzen und Reputationssch\u00e4den vermeiden.<\/p>
Zum anderen f\u00f6rdert ein solches System eine Kultur der Transparenz und des Vertrauens innerhalb des Unternehmens. Mitarbeiter f\u00fchlen sich ermutigt, auf Missst\u00e4nde hinzuweisen, und k\u00f6nnen dies in einer sicheren und anonymen Umgebung tun. Dies tr\u00e4gt dazu bei, die Integrit\u00e4t des Unternehmens zu st\u00e4rken und das Vertrauen von Kunden, Investoren und anderen Stakeholdern zu gewinnen.<\/p>
Schlie\u00dflich hilft die Implementierung eines Meldesystems Unternehmen dabei, die gesetzlichen Anforderungen des Hinweisgeberschutzgesetzes und der EU-Whistleblower-Richtlinie zu erf\u00fcllen. Die Einhaltung dieser Vorschriften ist nicht nur eine rechtliche Notwendigkeit, sondern signalisiert auch ein starkes Bekenntnis zu ethischem Handeln und verantwortungsvoller Unternehmensf\u00fchrung.<\/p>"}},{"@type":"Question","name":"Wie ist der zeitliche Ablauf einer Meldung?","acceptedAnswer":{"@type":"Answer","text":"
F\u00fcr eine Meldung muss es innerhalb von sieben Tagen eine Eingangsbest\u00e4tigung geben. Unser System verschickt automatisch eine Eingangsbest\u00e4tigung.<\/p>
Die Meldestelle muss innerhalb von drei Monaten Folgema\u00dfnahmen ergreifen und dem Hinweisgeber eine R\u00fcckmeldung geben. \u00dcber unser Portal kann mit dem Hinweisgeber sicher kommuniziert werden.<\/p>
Das Verfahren muss unter dem Vertraulichkeitsgebot dokumentiert werden.\u00a0 Jede Kommunikation wird im System automatisch gespreichert.<\/p>"}},{"@type":"Question","name":"Welche Tatbest\u00e4nde sollen gemeldet werden?","acceptedAnswer":{"@type":"Answer","text":"
Laut Gesetzentwurf kann ein Whistleblower zum Beispiel folgende Tatbest\u00e4nde melden:<\/p>
Grunds\u00e4tzlich sollten die Hinweise konkret, sorgf\u00e4ltig gepr\u00fcft und belegbar sein. Bei Whistleblowern gilt nach \u00a7 36 HinSchG eine arbeitsrechtliche Beweislastumkehr \u2013 der Arbeitgeber muss im Zweifel nachweisen k\u00f6nnen, dass personelle Ma\u00dfnahmen nicht auf das Whistleblowing zur\u00fcckf\u00fchrbar sind. <\/p>"}},{"@type":"Question","name":"Welche Strafen drohen, wenn ich das Hinweisgeberschutzgetz nicht umsetze?","acceptedAnswer":{"@type":"Answer","text":"
Laut letzem Gesetzentwurf, m\u00fcssen Unternehmen die keine interne Meldestelle einrichten oder betreiben, mit einer Geldbu\u00dfe von bis zu 20.000\u20ac rechnen. <\/p>
Wer die Abgabe von Hinweisen und die daraus folgende Kommunikation behindert, die Vertraulichkeit nicht wahrt oder Repressalien gegen\u00fcber dem Hinweisgebenden ergreift, muss mit einer Geldstrafe von bis zu 100.000 Euro rechnen.<\/p>
Au\u00dferdem steht es dem Hinweisgebenden in diesem Fall frei, mit den Informationen straffrei an die \u00d6ffentlichkeit zu treten, ohne Repressionen bef\u00fcrchten zu m\u00fcssen. Dies kann durch Information der Presse, aber auch \u00fcber Social-Media-Kan\u00e4le und andere Wege \u00f6ffentlicher Kommunikation erfolgen.<\/p>"}},{"@type":"Question","name":"Wer kann die Funktion der Hinweisgeberstelle \u00fcbernehmen?","acceptedAnswer":{"@type":"Answer","text":"
Eine interne\u00a0interne Meldestelle kann mit einer beim Besch\u00e4ftigungsgeber oder bei der Dienststelle besch\u00e4ftigten Person, einer internen Organisationseinheit oder einem Dritten besetzt werden.<\/p>
Es gibt dabei keine Vorgaben dazu, welche Personen oder Organisationseinheiten am besten geeignet sind, um diese Aufgabe aufzuf\u00fchren. Dies h\u00e4ngt von der jeweiligen Organisationsstruktur, der Gr\u00f6\u00dfe und der Art der ausge\u00fcbten T\u00e4tigkeiten ab.<\/p>
Folgende Voraussetzungen m\u00fcssen jedoch bei der internen Meldestelle vorliegen:<\/p>
Kommunen mit mehr als 10.000 Einwohnern oder mehr als 50 Besch\u00e4ftigten sind von der EU-Richtlinie betroffen. Sie sollten sich darauf einstellen, einen vertraulichen Melde-Kanal f\u00fcr Whistleblower einzurichten m\u00fcssen. Es ist geplant, die Festlegung von Obergrenzen f\u00fcr den kommunalen Bereich den jeweiligen Bundesl\u00e4ndern zu \u00fcberlassen.<\/p>"}}]} Sie müssen den Inhalt von reCAPTCHA laden, um das Formular abzuschicken. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten mit Drittanbietern ausgetauscht werden. Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Instagram. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Es k\u00f6nnen auch externe Dritte mit der Einrichtung und dem Betreiben des internen Hinweisgebersystems beauftragt werden (Ombudsservice).<\/strong><\/p>"}},{"@type":"Question","name":"Was gilt f\u00fcr den \u00f6ffentlichen Bereich \/ Kommunen?","acceptedAnswer":{"@type":"Answer","text":"